Coderetreat Darmstadt

Am Samstag den 23.2. fand das erste Darmstädter Coderetreat statt. Organisiert wurde das Ganze  von Codetrails, der Software Technology Group Darmstadt und der Java User Group Darmstadt.

Los ging es um 8:30 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück, mit Kaffee und belegten Brötchen:

Nachdem alle Teilnehmer ausreichend Kaffee getrunken hatten und gestärkt waren, hat Marcel Bruch uns die Regeln des Coderetreats näher gebracht.

Marcel hat erstmal erklärt was ein Coderetreat ist und wie der Tag ablaufen wird. Ist schon interessant, dass man im Laufe des Tages sechs mal das „gleiche“, jeweils in Zweierteams, programmieren soll. Was sich allerdings ändert sind die Partner und die Randbedingungen. Randbedingungen können TDD, keine if-Anweisungen, keine Schleifen, keine Mouse, keine primitiven Datentypen oder Methoden mit maximal 4 Zeilen sein. Mein Favorit war Evil-Pair. Einer schreibt einen Test und der andere schreibt den Programmcode und darf nachdem der Test „grün“ ist, seinerseits einen Test schreiben, den der Partner dann zum erfolgreichen Durchlaufen bringen muss.

Nach jeder Session, die jeweils 45 Minuten dauert, findet eine kurze Retrospektive statt, in der jeder von seinen Erfahrungen berichten kann. Bevor es dann mit der nächsten Session weiter geht, gab es eine fünfminütige Kaffeepause.

Es gab auch Teilnehmer, die den Constraint „No Mouse“ sehr ernst genommen haben. Einfach herrlich… 🙂

Nicht zu vergessen. Programmiert wurde das GOL (Conways Game of Life).

Nach drei Sessions gab es um 12:30 Uhr Mittagessen. Informatiker-Nahrung – Pizza 🙂

Nicht, dass der Eindruck entsteht, wir haben nur gegessen. Es wurde natürlich Game of Life programmiert:

Eine weitere Randbedingung, die es bei Coderetreat gibt ist, dass der Code nach jeder Session gelöscht werden muss. Man hat so richtig gemerkt, wie sich Marcel nach jeder Runde gefreut hat, uns zum Löschen des Quellcodes aufzufordern: „Delete your code“ 🙂

Wie nach einem Coderetreat so üblich, soll man drei Fragen beantworten:

  • Was hast du heute gelernt?
  • Was hat dich heute überrascht?
  • Was machst du in der Zukunft anders?

Ich habe gelernt, dass es Spaß macht zu zweit zu programmieren, aber dass es anstrengend sein kann, sich mit seinem Partner auszutauschen und auf ein Vorgehen zu einigen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich zwar eine Menge Tastatur-Shortcuts kenne, aber noch deutlich mehr benutzen kann, um schneller zu arbeiten.

Überrascht hat mich, dass man gerade bei Unit-Tests sehr aufmerksam sein muss, um wirklich „alles“ zu testen. Der Partner sieht oft noch eine „Lücke“, die man nicht getestet hat.

Ich werde auf alle Fälle noch mehr Shortcuts anwenden und bei Unit-Tests länger über Asserts nachdenken, um noch mehr Dinge abzuprüfen.

Vielen Dank an die Organisatoren der Veranstaltung! Es hat wirklich viel Spass gemacht, den ganzen Samstag mit gleichgesinnten Software-Entwicklern zu verbringen und Game of Life zu programmieren.

Nicht zu vergessen sind die Sponsoren. Auch einen großen Dank an die BSI AG für die Unterstützung!

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