Everything-as-code – Ein polyglottes Abenteuer mit Leader Reimer

Am 21.9.2017 war Leander Reimer mit dem Vortrag „Everything-as-code“ – Ein polyglottes Abenteuer bei uns in Darmstadt zu Besuch.

Als Einstieg diente die Frage welche Sprache echte Programmierer verwenden. Letztes Jahr gab es bei Twitter die Umfrage mit dem Hashtag: #firstsevenlanguages
Wobei Leander meinte, dass es eigentlich interessanter wäre nach #lastsevenlanguages zu fragen.

Heraus kam, dass man nicht pauschal beantworten, kann was die beste Programmiersprache ist. Es kommt immer auf den Kontext und den Anwendungsfall an.
Anschliessend ist Leander auf das Thema Software-Industrialisierung eingegangen, d.h. was man darunter versteht. Unter anderem hoher Automatisierungsgrad, hohe Qualität, eine abgestimmte Toolchain, wodurch die Arbeit produktiver wird und das Team zufriedener ist.
Das Ziel sollte sein, dass diese Umgebung automatisiert erstellt wird.

Das kann unter SEU as code zusammengefasst werden.
Dahinter verbirgt sich, dass die Software Entwicklungsumgebung voll automatisiert erstellt wird, so dass jeder Entwickler die gleiche Umgebung hat und auch schnell zwischen Projekten wechseln kann.
Der nächste Punkt, den man auch in Code gießen sollte, ist der Build Build as code. Dabei sollte die Build-Umgebung mit Maven oder Gradle automatisiert werden.
Eine weitere Sache, die entschieden werden muss, ist in welcher Sprache, die Hauptanwendung implementiert werden soll. Main as code. Dabei ist Leander auf Kotlin als Java-Alternative eingegangen und hat die Vorteile gegenüber anderen Programmiersprachen hervorgehoben.

Als nächstes ging es um Frontend as code, wobei Leander kurz auf den Jungel von JavaScript, Html+CSS3 eingegangen ist.
Ein weiterer Punkt, den man in Code gießen sollte sind die Tests. Test as code. Dabei hat Leander Spock (Groovy) für Unit und Integrationstests vorgestellt und Gatling mit Scala für Lasttests angesprochen.
Weiter ging es mit Pipeline as code, wo mit Jenkins und Shellscripten die Bild-Pipeline in Code gegossen wird.
Fehlen durfte natürlich auch nicht die Infrastruktur. Infrastructure as code. Dabei wird die Inrastruktur mit Docker + Vagrant + Ansible + Kubernetes als Code realisiert.
Im vorletzten Punkt ging es um Documentation as code.
Dabei wurde erklärt, dass Dokumentation neben dem Code liegen sollte und NICHT in einem Word-Dokument.

Zum Abschluss wurde noch Presentation as code erwähnt, wobei die Möglichkeit Slides in Markdown zu erstellen erwähnt wurde.
Das Fazit von Leander war, dass heutige Projekte polyglot sind und man nicht versuchen sollte nur eine Sprache zu verwenden.

Ich fand, dass es ein sehr motivierender Vortrag war, der einen mal wieder klar gemacht hat, dass man soweit möglich, alles automatisieren sollte und sich regelmäßig mit neuen Technologien und Sprachen beschäftigen sollte.

Vielen Dank an Leander für den tollen Vortrag und den Besuch in Darmstadt!
Außerdem ein großes Dankeschön an QAware für das Sponsoring der Getränke und Snacks.

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