VersionEye und Robert Reiz bei der JUG-Frankfurt

Am 28. August war Robert Reiz von VersionEye zu Gast bei der Java-User-Group in Frankfurt und hat einen Vortrag zum Thema „Continuous Updating“ gehalten.


Themen, wie Refactoring, Testing, Continuous Integration und Continuous Delivery sind allgemein bekannt und werden bei professionellen Projekten eingesetzt.

Was aber noch weitgehend unbekannt ist, ist das Thema „Continuous Updating“. Dabei geht es um die Aktualisierung von der im Projekt verwendeten Bibliotheken (Libraries). Also einem sehr wichtigen Thema, welches aber oft in Projekten vernachlässigt wird. Wenn eine Kombination aus Bibliotheken einmal im Einsatz ist, werden diese meistens nicht mehr aktualisiert. Problem dabei ist, dass so Bugfixes, Security Updates, Speicher- und Performance-Optimierungen und neue Features nie Teil des eigenen Projekts werden. Hinzu kommt, dass die Aktualisierung immer schwieriger wird, je länger man wartet.

Eine Lösung, um mögliche „Schwierigkeiten“ beim Update zu erkennen, ist das „Semantic Versioning“ (semver.org). Minor- und Patch-Updates sind gewöhnlich unproblematisch. Bei Major-Updates muss ggf. ein Migrationspfad beachtet werden, weil sich die APIs geändert haben. Es sollte klar sein, dass reibungslose Updates nur möglich sind, wenn die Testabdeckung im Projekt ausreichend gut ist, damit Fehler nach einer Aktualisierung sofort auffallen.

Da inzwischen selbst kleine Projekte eine Reihe von Bibliotheken verwenden, kann es eine Menge Zeit in Anspruch nehmen, diese Libraries regelmäßig auf Aktualität zu überprüfen. Hinzu kommt, dass sich teilweise auch noch die Lizenzbedingungen verändern, so dass ein Update auf eine neue Version „gefährlich“ sein kann. Beispielsweise, wenn eine Bibliothek plötzlich unter GPL steht.

Um diese Probleme in den Griff zu bekommen, hat Robert die Firma VersionEye.com ins Leben gerufen, welche ein Cloud-basiertes Tool anbietet, das eine Maven pom.xml untersucht und Abhängigkeiten, Versionsaktualisierungen und Lizenzinformationen anzeigt. Ein Maven-Plugin steht als Open-Source auch zur Verfügung.

Die Vorstellung von VersionEye hat auch die meiste Zeit des Vortrags in Anspruch genommen und ist größtenteils als Gruppendiskussion abgelaufen. Robert hat die verschiedenen Features und Funktionsweisen des Tools vorgestellt und dann auf die zahlreichen Rückfragen geantwortet.

Mir hat der Vortrag und auch VersionEye sehr gut gefallen. Besonders die Unterstützung von GitHub, die REST-API und die grafische Darstellung von Abhängigkeiten finde ich gut. Das Preismodell ist ähnlich dem von GitHub. Was auch attraktiv ist.

Ich werde VersionEye demnächst auf alle Fälle mit dem einen oder anderen GitHub-Projekt von mir ausprobieren…. 🙂

Großen Dank an Robert für den Besuch in Frankfurt und den Vortrag!

(Leider hatte ich keine Zeit nach dem Vortrag noch mit zum Apfelwein Frank zu kommen… 🙁 )

Die Folien zum Vortrag gibt es übrigens hier: http://de.slideshare.net/robertreiz/continuous-updating

Ein Kommentar zu “VersionEye und Robert Reiz bei der JUG-Frankfurt

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag. Der Vortrag bei der JUG Frankfurt hat mir sehr viel spaß gemacht. Es war eine sehr interessante Runde mit anregenden Diskussionen. Ich komme sicher wieder 🙂

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